Monte Baldo

Ein Gebirge, so stolz wie sein Name* und begierig darauf, entdeckt zu werden.

(ital. „baldo“ = „stolz*“)
Der Monte Baldo ist Teil der Gardesana Voralpen und formt gemeinsam mit dem Monte Altissimo von Nago das Monte Baldo Massiv. Drei Viertel des Gebiets liegen in der Region Veneto und ein Viertel in der Region Trentino. Das Monte Baldo Massiv ist etwa 40km lang, verläuft von Nordosten nach Südwesten und hat eine Fläche von etwa 320km². Die Höhe der Gipfel reichen von 65m bis zu 2218m, der höchste Gipfel ist der Cima Valdritta

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Klima, Flora und Fauna

Während der Eiszeiten gehörten die Gipfel des Monte Baldo zu den wenigen der Alpenkette, die außerhalb der Eismassen blieben, und Tausende von Wildtieren fanden hier Zuflucht. Der Monte Baldo befindet sich in den mittleren Breiten und sein Mikroklima wird durch die Anwesenheit des Gardasees bestimmt. Das bedeutet, dass man an seinen Hängen und in seinen Tälern nacheinander alle Klimazonen Europas finden kann. Auf dem Monte Baldo finden wir fast 50% der gesamten Flora der Alpen. Deshalb ist der Monte Baldo auch als „Hortus Europae“ bekannt.

Wenn du von den Ufern des Gardasees aus nach oben zu den Berggipfeln emporsteigst, kannst du den Unterschied in Klima und Vegetation live erleben: Ganz unten, in der Nähe der Seeufer, befindet sich ein immergrüner Gürtel, ein typisch mediterraner Mix aus Oliven, Wein, Oleander, Zitrusfrüchten und Lavendel, alles Pflanzen, die ein mildes Klima mögen. Zwischen Höhenmeter 400 und 800 besteht die Vegetation aus europäischem Eichen- und Kastanienwald, gemischt mit Eschen und Pinien; darüber kommen dann Buchenwälder mit einigen sehr alten Bäumen und ab etwa 1600 Höhenmetern sind in erster Linie Tannen zu finden.
Auch die Tierwelt des Monte Baldo Gebirges ist vielfältig. 960 verschiedene Schmetterlingsarten wurden hier bereits entdeckt, darunter einige sehr seltene Exemplare und auch zahlreiche andere Insektenarten. Außerdem gibt es Murmeltiere, Steinadler, Gämse, Eichhörnchen und Hasen.

camoscio a piombi

Zu besuchen:
Botanischer Garten von Brentonico

Die Naturschutzgebiete des Monte Baldo

An den westlichen Hängen des Monte Baldo gibt es zwei Naturschutzgebiete. In diesen Reservaten ist es verboten, Blumen, Früchte, Pilze oder Steine mitzunehmen und Tiere zu stören oder gar zu verletzen. Es dürfen keine Feuer entzündet werden und Fahrräder und Hunde sind hier verboten. Bewegt euch so leise wie möglich und bleibt immer auf den markierten Wegen.

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Das Naturschutzgebiet Lastoni Selva Pezzi

Das Naturschutzgebiet Lastoni Selva Pezzi umfasst 986 Hektar und erstreckt sich von 1030m bis hin zur Punta Telegrafo auf 2200m. In Hinblick auf Flora und Fauna ist es eines der wichtigsten Areale im gesamten Monte Baldo Gebirge. Das Land ist ein Mosaik aus Buchen- und Weißtannenwäldern, Felsen und Schiefergestein, alles reich an seltenen und geschützten Pflanzenarten.
Das Gebiet hat auch eine seltene, endogene Fauna. Die Berge dienen vielen Vögeln als Brutgebiet: Zu finden sind der Steinadler, das Haselhuhn, der wilde Fasan, das Steinhuhn, der Rauhfußkauz, der Schwarzspecht, der Mauerläufer, die Bergschwalbe und der weiß gefiederte Schneefink.

Erfahre mehr (auf italienisch):

Das Naturschutzgebiet Gardesana Orientale

Das Naturschutzgebiet Gardesana Orientale umfasst 218 Hektar und befindet sich im nördlichsten Teil der Gemeinde Malcesine. Es wird dominiert von Steineichen, Lorbeerbäumen, Judasbäumen, Terpentin-Pistazien und Ginster. Das Gebiet ist reich an endemischen Pflanzenarten, die entweder selten oder fast ausgestorben sind. Es gibt auch zahlreiche Vogelarten hier, wie die Grasmücke, die Samtkopf-Grasmücke, die Dorngrasmücke, den Neuntöter und den Rohrspatz.

Erfahre mehr (auf italienisch):

Den Monte Baldo erleben und kennen lernen

In den Monte Baldo verliebt man sich nicht nur wegen seiner berühmten Panoramen. Den Baldo zu erleben bedeutet auch, sich öfter auch mal zu bücken, um eine Blume zu fotografieren, ein Fossil zu entdecken, ihn in der Morgendämmerung zu besuchen oder in einer Hütte zu übernachten, im Morgengrauen die Gemsen zu erspähen und sich von der Power der Landschaften überwältigen zu lassen.

monte baldo and lake garda view
Richtung Forcella Valdritta – Weg 5

Der Monte Baldo lässt sich von den nahen Dolomiten nicht in den Schatten stellen; der Baldo ist ein Berg, stolz wie sein Name und begierig darauf, entdeckt zu werden. Um ihn wirklich kennen zu lernen, muss man ihn in jeder Höhe, zu jeder Jahreszeit und auf jeder Seite erkunden.

Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Gleitschirm, auf dem Monte Baldo findest du deine Dimension, deinen besonderen Platz, an dem du dich selbst besser zuhören kannst.

Ein Spaziergang mitten in der Natur würde genügen, um einen Moment anzuhalten, um zuzuhören, das Überflüssige loszuwerden und zu verstehen, dass es nicht viel braucht, um gut zu leben.
Mario Rigoni Stern

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